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Herstellung
Capizdeko
Basisdaten zu Herstellung: Capizdeko
- Hersteller: Judith Lorna Ypil
- Standort: Philippinen
- Material: Capiz-Muschel

Judith Lorna YpilPhilippinen
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Inhalte
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1 Hersteller
2 Material

- Die Capizmuschel (Placuna Placenta) ist eine zweischalige Perlenmuschel
- Die Capizmuschel gedeiht in großen Mengen um rund 7000 philippinischen Inseln herum
- Sie wächst natürlich und wird nicht kultiviert
- Sie enthält nur wenig Muschelfleisch, das essbar ist, jedoch keine große Bedeutung auf dem Speiseplan der Bevölkerung hat
- Kunsthandwerklich verarbeitet wird die transparente Innenseite der Muschel
- Bei einigen Produkten wird das Capiz von einem Metallreifen umspannt
- Capizschmuck ist nickelfrei
3 Herstellungsprozess
- Waschen und sortieren
Die Rohmuschel wird in Körben, meist von der Insel Negros, angeliefert. Sie kommt in 4 Größen und zwei Formen, flach oder gewölbt.
Beim Sortieren wird das Material von grobem Schmutz und Sand befreit. - Stanzen
Der Muschelrand ist dünn und unregelmäßig. Durch Ausstanzen erhält man ebene Scheiben.
Die brüchigen Ränder des Materials sind Abfall. Stabile Rohmuscheln werden ungestanzt weiterverarbeitet. - Reinigen und Säuebad
Die gestanzten Scheiben werden in großen Trommeln gründlich gewaschen und geweicht.
Dann erfolgt ein kurzes Eintauchen in eine 10%ige Säurelösung, die Kalk und Schmutzreste löst.
Das Säurebad wird für 3 Durchgänge genutzt, bevor die Abwässer in eine hauseigene Kläranlage fließen.
Nach einem weiteren Waschgang, ist das Material fertig für die Herstellung von Lampen und Mobiles. - Wird die Capiz Muschel zum Laminieren verwendet, erfolgen weitere Arbeitsschritte : BACKEN
Durch Erhitzen wird Capiz elastisch. In einem holzbetriebenen Ofen bäckt man die Scheiben eine Stunde lang bei 200°C auf großen Blechen.
Sie nehmen dabei eine schimmernd bräunliche Färbung an. Die Ränder der Scheiben sind jetzt bereits biegsam. - Weichen
Mehrere Stunden liegt das vorgebackene Material zum Weichen im Wasser. Danach hat es eine gummiartige Konsistenz und kann in jede Form gebracht werden. - Bleichen
Wird eine reinweiße Färbung der Muschel gewünscht, wird sie zusätzlich gebleicht. Dazu taucht man das Material in Wasserstoffperoxyd und verwahrt es einige Zeit in geschlossenen Plastiktüten bis das Oxyd vollständig entwichen ist. - Laminieren
Laminieren ist das in Form bringen des weichen Capizmaterials mit Hilfe von Schablonen. Zunächst werden die Capizränder zugeschnitten. Dann bestreicht man die Scheiben mit Holzleim und richtet sie überlappend an der Schablone aus. Durch Klopfen oder Rollen (z.B. mit Flaschen) verfestigt sich die Form. Das fertige Stück wird aus der Schablone gelöst und getrocknet. So entstehen Schalen und Teller. Bei Ostereiern oder Weihnachtskugeln verbleibt die Kunststoffschablone im Inneren, da das Auslösen die Form zerstören würde. - Schmirgeln, Färben & Trocknen
Mit feinem Sandpapier wird die Oberfläche des Capizproduktes geglättet.
Farbe wird mit Sprühpistolen aufgetragen, die Endlackierung mit Kunstharz per Hand aufgestrichen. Für bunte Designs legt man flache Schablonen auf, die nur das Muster der gewünschten Farbe durchlassen. Für jede Farbe verwendet man eine separate Schablone.
Der ideale Platz für die Trocknung sind die flachen Wellblechdächer der Werkstattgebäude.
4 Pflegehinweis
- Handabwaschbar mit warmem Wasser
- Dekorationsartikel
- Keine Unterlagen für uneingepackte Lebensmittel
- Nicht schnittfest
- Nicht spülmaschinenfest
Stand der Informationen: 2024
Galerie Capizdeko







Bildnachweis | © CONTIGO Fairtrade GmbH
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